EVERGREEN aus Leipzig übernimmt insolventes Hamburger FinTech rubarb

Iven Kurz, Gründer und CEO von EVERGREEN. © EVERGREEN GmbH

Das Startup EVERGREEN aus Leipzig übernimmt das Hamburger FinTech rubarb nach dessen Insolvenz. Der Finanzdienstleister schließt damit als erstes mitteldeutsche FinTech unter Leitung des CEOs Iven Kurz eine Übernahme ab. Kunden und Kundinnen des Hamburger Unternehmens haben jetzt die Möglichkeit zu EVERGREEN zu wechseln und ihre Sparziele zu ähnlichen Konditionen weiterzuverfolgen.

Das Startup aus Hamburg rubarb ist insolvent und wird infolge des Insolvenzverfahrens vom Leipziger FinTech EVERGREEN übernommen. Der Anbieter für Finanzprodukte ermöglichte Anlegerinnen und Anlegern, über digitales Sparen, automatisiertes Investieren und ohne hohe Eintrittsbarrieren ein Vermögen aufzubauen. Das Sparen erfolgte ohne Mindestanlage sowie automatisiert mit der Möglichkeit, an der Supermarktkasse den Differenzbetrag zum nächsten vollen Euro aufzurunden und anzulegen.

Mit der Übernahme bietet sich für Kundinnen und Kunden des Hamburger Unternehmens die Möglichkeit, zum Asset-Manager EVERGREEN zu wechseln. Wie auch bei rubarb werden weder Depotführungs-, Service- noch Transaktionsgebühren fällig. Anlegerinnen und Anleger haben bei EVERGREEN die Möglichkeit, ihre Sparziele über sogenannte Pockets (Unterdepots) zu strukturieren. So können verschiedene Sparpläne eingerichtet, Einmaleinzahlungen getätigt und Geld jederzeit auch ausgezahlt werden. Zum Einsatz kommen ausschließlich nachhaltige Fonds (Art. 8/9 gemäß der EU-Offenlegungsverordnung), die von EVERGREEN selbst gemanagt werden.

Das Startup EVERGREEN aus Leipzig hilft Menschen, ihre aktuelle finanzielle Situation zu verstehen und ihre finanzielle Zukunft zu planen. Der Asset-Manager unterstützt seine NutzerInnen bei der Umsetzung ihrer Ziele mit fairen, transparenten und flexiblen Möglichkeiten zur Geldanlage.

„Wir freuen uns, dass wir den Kundinnen und Kunden von rubarb eine nachhaltige und unkomplizierte Möglichkeit bieten können, weiter für ihre Träume zu sparen. Viele Menschen investieren zum ersten Mal. Zu einem langfristig erfolgreichen Investment gehören Vertrauen und Geduld. Als B Corp Asset Manager und digitaler Vermögensverwalter bietet EVERGREEN beste Voraussetzungen für ein langes Vertrauensverhältnis.“ – Iven Kurz, Gründer und CEO von EVERGREEN.

UPDATE vom 15.08.2022

Wenige Tage nach der Übernahme der Kund:innen-Depots des insolventen FinTechs rubarb, schließt EVERGREEN aus Leipzig nun auch mit dem Anbieter Vantik nach dessen Insolvenz eine Übernahme-Vereinbarung. Insgesamt verwaltet das Berliner FinTech 9.700 Depots, wovon jedoch ein Großteil auf Kartenkund:innen entfallen soll. EVERGREEN rechnet mit einer Übernahme von 10 bis 30 Prozent der Vantik-Depots.

Mit der Übernahme könnten die Leipziger, gemessen an der Zahl der betreuten Kund:innen, zum größten nachhaltigen Asset Manager mit digitaler Vermögensverwaltung in Deutschland werden. In Sachsen ist Evergreen damit schon jetzt der größte nachhaltige Fondsmanager und Robo-Advisor. 

„Mit Vantik haben viele Menschen zum ersten Mal investiert und die Insolvenz sorgt natürlich für Verunsicherung. Mit EVERGREEN bieten wir den Anleger:innen ein neues, nachhaltiges Zuhause für ihre Ersparnisse und begleiten sie weiter auf dem Weg zur Erfüllung ihrer finanziellen Träume“, so der CEO von EVERGREEN, Iven Kurz.

Wie auch bei der rubarb-Übernahme, fallen für die Kund:innen bei einem Wechsel keine Depotführungs-, Service- oder Transaktionsgebühren an. Zudem profitieren die Anleger:innen künftig von etwa 50 % geringeren Fondskosten (TER) im Vergleich zum bisher verwendeten Vantik-Fonds. Da die Depots trotz des Wechsels bei der Partnerbank DAB BNP Paribas bestehen bleiben, sei der Umzug von Vantik zu Evergreen mit wenig Hürden verbunden. Somit können ehemalige Vantik-Nutzer:innen schnell und einfach über den Online-Umzugsservice zu EVERGREEN wechseln. Eine erneute Identifikation sei nicht notwendig.

Die Übernahmen von rubarb und Vantik sowie die jüngste Insolvenz der Kyptobank Nuri verdeutlichen, dass sich der Markt im FinTech-Bereich neu konsolidiert. Die Gründe sind vielfältig, lassen sich aber auch durch eine erkennbare Zurückhaltung der Investor:innen erklären und die angespannte Marktlage.

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